Keyvisual jahresrückblick

jahresrückblick

bild-sprache

2018 – das Jahr, in dem der Grundstein für ein neues Bild der Fiducia & GAD gelegt wurde. Was in der Theorie so schön klingt, wollten wir uns von den Vorständen mal praxisbezogen erklären lassen. Wie stellen sie sich die einzelnen Puzzleteile vor, aus denen sich dieses neue Bild zusammensetzen soll? Welche Maximen stehen für sie im Vordergrund? Die Fotomontage auf den folgenden Bereichen ist das Ergebnis eines kreativen Workshops mit den Vorständen, in dem sie intensiv über den Kurs der kommenden Jahre und die größten Herausforderungen diskutierten, denen sich die Fiducia & GAD zu stellen hat.


Echte Teamarbeit – gemeinsam die richtigen Stücke zusammenlegen, bis das Bild erkennbar wird. Auf unserer Fotomontage von links nach rechts zu sehen: Birgit Frohnhoff, Klaus-Peter Bruns, Carsten Pfläging, Jörg Staff.


passt!

„Wir verbinden Menschen und Märkte von morgen.“ Das Bild von der neuen Sicht auf diese Menschen und Märkte, auf Kunden und Endverbraucher – so stellen es sich die Vorstände der Fiducia & GAD vor.

V. l. n. r.: Birgit Frohnhoff, Klaus-Peter Bruns, Jörg Staff, Carsten Pfläging, Jens-Olaf Bartels, Martin Beyer.

custom parallax

jahresrückblick 2018

Januar
zwei neue töchter: Am 1. Januar übernimmt die Fiducia & GAD die Verantwortung für das Geschäftsfeld „Debit“ und damit auch die Kopfstelle für die Autorisierung von genossenschaftlichen VR-Bankkarten (girocard). Zugleich bündeln DZ BANK und CardProcess die Verantwortung für das Geschäftsfeld „Kredit“. Die Anteile der Fiducia & GAD an der CardProcess werden dabei von der DZ BANK übernommen. Die CardProcess ist damit ein 90-prozentiges Tochterunternehmen der DZ BANK. Gleichzeitig gewinnt die Fiducia & GAD zwei 100-prozentige Tochtergesellschaften hinzu: SERVODATA und German Card Switch (GCS).
Februar
migration geht in die nächste runde: Am 10. Februar geht es wieder los: Mit den Serien S20 und S21 setzt die Fiducia & GAD nach Unterbrechung zum Jahreswechsel die Umstellung auf agree21 fort. Am 12. und 26. Februar migrieren die beiden Serien mit je sechs Banken erfolgreich auf das neue Bankverfahren. Damit sind im Februar 121 Banken auf agree21Banking migriert, 241 Banken in 44 Serien folgen noch. Ab 2020 werden alle Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland agree21 nutzen – und damit die Wettbewerbsposition der genossenschaftlichen Bankengruppe im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit und die Kosten der IT weiter verbessern. Die Serienmigrationen...
März
it-cloud geht in serie: Gelandet! Alle Pilotbanken sindEnde März in der IT-Cloud angekommen. Nach einem sanften Anlauf mit sechs Testbanken im Jahr 2017 war die Mission mit den Pilotbanken etwas kniffliger. Die Zwischenbilanz: Entscheidend für den Erfolg der Serienmigration sind unter anderem eine Automatisierung der Abläufe und weitere Tests vor dem Cut-over-Wochenende. Ein zusätzlicher Know-how-Aufbau bei allen Beteiligten ist notwendig, damit Probleme am Migrationswochenende und Tickets zügig abgearbeitet oder deutlich reduziert werden können. Das große Ziel: Bis Ende 2019 soll die vCSIInfrastruktur vollständig abgelöst sein.
0 Banken auf agree21Banking migriert. 241 Banken in 44 Serien folgen noch.
April
COM18: lösungen für die digitale zukunft: „Gemeinsam am Ball“ heißt die Devise auf der COM18, der IT- und Bankfachmesse der Fiducia & GAD: Vom 9. bis 12. April informieren sich rund 5.500 Entscheider und Vorstände der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken in der Messe Karlsruhe über Innovationen und Trends für das Banking von morgen. Auf ihrer Leitmesse präsentiert die Fiducia & GAD gemeinsam mit ihren Partnern der genossenschaftlichen FinanzGruppe in zahlreichen Vorträgen und an über 150 Ständen ihr Leistungsportfolio rund um die moderne Banken-IT.
0 Entscheider und Vorstände auf der COM18
Mai
ausgezeichneter ausbildungsbetrieb: In der IT-Branche werden händeringend junge Talente gesucht. Deshalb müssen Ausbildungsbetriebe attraktive Angebote schaffen. Dass die Fiducia & GAD hier einen guten Weg einschlägt, bestätigen „Focus“ und „Focus Money“: Laut ihrer Studie „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe 2018“ belegt die Fiducia & GAD deutschlandweit Platz fünf der IT- und Kommunikationsdienstleister. Das Unternehmen ist damit bereits zum dritten Mal in Folge unter den besten Ausbildungsbetrieben vertreten.
Juni
digitalisierungsoffensive gestartet: Mit dem Großprojekt „KundenFokus“ auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) startet die Fiducia & GAD die Digitalisierungsoffensive. Das Ziel: die traditionellen Stärken der Genossenschaftsbanken in die digitale Welt zu transformieren. Dafür entwickelt die Fiducia & GAD eine digitale Omnikanal-Vertriebsplattform. Auf der Mitgliederversammlung des BVR in Berlin gibt die genossenschaftliche FinanzGruppe Ende Juni mit 93,5 Prozent der Stimmen den Startschuss für die Offensive.
Juli
vorstand stellt sich neu auf: Für die neuen Aufgaben stellt sich der Vorstand der Fiducia & GAD neu auf. Nach dem Ausscheiden von Claus-Dieter Toben, der zum 1. Juli in den Ruhestand geht, übernimmt Vorstandsmitglied Carsten Pfläging das Ressort „Entwicklung und Integration“. Birgit Frohnhoff, bislang als Bereichsleiterin für IT-Plattformen verantwortlich, rückt als neues Vorstandsmitglied für das Ressort „IT Infrastruktur und Betrieb“ nach. „Gemeinsam im Team und mit einer starken Mannschaft werden wir die Aufgaben meistern, die vor uns liegen“, versichert Klaus-Peter Bruns.
August
Fiducia & GAD startet transformation: Zunehmender Wettbewerb, Qualitätsprobleme, Mitarbeiter in Aufgabenkonflikten, unzufriedene Kunden – der Veränderungsdruck bei der Fiducia & GAD ist groß. Den Ernst der Lage macht eine Bestandsaufnahme des Unternehmens im Sommer deutlich. Nicht überraschend: Drei Jahre nach dem Zusammenschluss ist eine Transformation des Unternehmens notwendig. Insgesamt acht interne Initiativen starten im August ihre Arbeit und setzen sich mit unterschiedlichen Themenbereichen auseinander.
September
sparda-bank berlin auf agree21 migriert: Am 17. September startet die Sparda-Bank Berlin ihr neues Bankverfahren agree21. Ende 2015 hatte sich die Genossenschaftsbank für die Fiducia & GAD als neuen IT-Dienstleister entschieden. Ein Jahr später startete das Migrationsprojekt, das nach insgesamt 664 Tagen erfolgreich endet. Neben der Sparda-Bank Berlin haben sich die Sparda-Banken Hannover und Südwest ebenfalls für eine langfristige strategische Zusammenarbeit mit der Fiducia & GAD entschieden.
0 Teilnehmer des Zukunftskongresses Fintropolis
Oktober
erfolgreicher auftakt von Fintropolis: Was wird die Zukunft bringen, welche neuen Trends erwarten wir, wie gestaltet sich das Banking von morgen? Antworten gibt Fintropolis, die Werk.Stadt der Zukunft, die die Fiducia & GAD am 11. und 12. Oktober erstmals veranstaltet. Die rund 800 Teilnehmer des Zukunftskongresses erwartet ein breites Spektrum mit über 70 Programmpunkten, Exponaten und Experten aus unterschiedlichen Branchen rund um die Themen Leben, Arbeiten, Banken und Sicherheit in der Zukunft.
0 Mio. € investiert die FinanzGruppe in die Digitalisierungsoffensive
November
instant payments europaweit: Eine einwöchige Pilotphase mit rund 30 Banken reichte aus: Am 27. November sind alle Volksbanken und Raiffeisenbanken in der Lage, Instant-Payment-Zahlungen aus Deutschland und Europa innerhalb von zehn Sekunden zu verarbeiten, zu verbuchen und bald auch solche Zahlungen zu tätigen – rund um die Uhr. Aktuell sind 34 Länder an Instant Payments beteiligt.
Dezember
jörg dreinhöfer verlässt den vorstand: Den Vorstand langfristig zu verkleinern, hat die Fiducia & GAD bereits nach dem Zusammenschluss als Ziel definiert. Im Zuge der weiteren Entwicklungen wird dieses Vorhaben nun realisiert: Vorstandsmitglied Jörg Dreinhöfer verlässt zum 31. Dezember 2018 das Unternehmen im guten gegenseitigen Einvernehmen. Seit 2007 gehörte Dreinhöfer zuerst dem Vorstand der GAD, seit 2015 dem Vorstand der Fiducia & GAD an. Seit dem Zusammenschluss war er für Fusionen und die Migration der Banken auf agree21 verantwortlich.
Keyvisual

Nach außen die Qualitäts­offensive, nach innen Trans­forma­tion der Strukturen: Die ­Fiducia & GAD stellt wie nie zuvor die Weichen für die kommenden Jahre. Vorstandsvorsitzender Klaus-Peter Bruns über die Chancen und Herausforderungen, die dieser Wandlungsprozess bedeutet – auch für die Banken.

Herr Bruns, Migration, IT-Cloud, Windows-10-Umstellung … Hat sich die Fiducia & GAD in den ersten Jahren an den Großprojekten verhoben?

So würde ich das nicht sagen. Richtig ist, dass wir es mit einer massiven Belastung zu tun hatten und auch noch haben, die zeitweise bis hin zur Überlastung geht. Aber: Was wäre die Alternative gewesen? Die Konsolidierung bis 2020 hinzubekommen – das war von Anfang an der Auftrag der genossenschaftlichen FinanzGruppe an uns. Da hatten wir gar keine Wahl. Gleichzeitig haben mit jedem Projekt und jedem Release die Systeme an Komplexität gewonnen – wir waren in den vergangenen Jahren also in einem Wettlauf mit der Zeit, manchmal gegen die Zeit. Das war mit Blick nach außen nicht anders: Denn der Wettbewerb schläft nicht. Wenn wir nur in kleinen Schritten unsere Aufgaben abarbeiten, dann haben wir vielleicht mehr Ruhe nach innen, aber der Markt läuft uns davon. Also müssen wir Vollgas geben, auch wenn es manchmal unruhig wird.

Wie will die Fiducia & GAD nach den Qualitätsproblemen der zurückliegenden Monate das Vertrauen der Banken zurückgewinnen?

Wir müssen vor allem stabil werden. Da haben wir zwar Fortschritte gemacht, aber wir stehen noch nicht da, wo wir sein sollten. Die ganz großen Einschläge liegen hinter uns, aber unsere Kunden erwarten zu Recht, dass auch die kleinen und mittelschweren Störungen nicht mehr auftreten. Sie sind für das Thema inzwischen stark sensibilisiert und bewerten aus diesem Grund auch kleinste Ausfälle ganz anders als noch Anfang 2018.

Die Konsolidierung bis 2020 ist ein Auftrag der genossenschaftlichen FinanzGruppe.
Die Komplexität der Systeme wuchs in den vergangenen Jahren kontinuierlich.
„Wir waren in den vergangenen Jahren in einem Wettlauf mit der Zeit, manchmal gegen die Zeit.“

Und wie ist die Stimmungslage bei Ihren Mitarbeitern?

Im eigenen Haus macht sich natürlich die Belastung bemerkbar. Insbesondere unsere Kolleginnen und Kollegen in Entwicklung, Produktmanagement, Kundenservice und IT, aber auch alle anderen Leistungsbereiche stehen unter großem Druck und sie bekommen zum Teil das ungefilterte Feedback der Kunden mit. Die Teams machen aus meiner Sicht einen bewundernswerten Job – gerade in so schwierigen Zeiten. Umso mehr gilt es, insgesamt für die nötige Zuversicht zu sorgen und unseren Mitarbeitern Perspektiven aufzuzeigen. Es ist doch so: Wir sind ja auf dem richtigen Kurs. Wir haben Pflichtaufgaben wie die Migration auf agree21 2018 planmäßig und termingerecht abgearbeitet. Das Gleiche gilt für die IT-Cloud, die Releases oder auch den Windows-10- und den Netz-Rollout. Die Stabilitätsprobleme überlagern dies alles jedoch deutlich.

Welche Rolle spielt hierbei die Transformation?

Ich habe den Eindruck, dass unsere Mitarbeiter viel Hoffnung damit verbinden. Wir drehen hierbei ja nicht mehr an einigen wenigen Schrauben, sondern wollen eine grundlegende Veränderung unserer Strukturen. Was wir dazu bislang intern diskutiert haben, ist sehr gut angekommen und auf große Resonanz gestoßen. Da hat es nach meinem Empfinden auch einen ersten Ruck durchs Unternehmen gegeben. Alle spüren, dass hier etwas Großes geschieht, das uns nach vorne bringt.

Wie sorgen Sie für die nötige Akzeptanz bei den Umbaumaßnahmen?

Transparenz ist das Stichwort – damit unsere Mitarbeiter nachvollziehen können, warum wir bestimmte Entscheidungen im Vorstand treffen und warum die Transformation jetzt so wichtig ist und das Mitmachen jedes Einzelnen erfordert. Ohne diese Mitmachbereitschaft geht es nicht.

Wird die Transformation in einem großen Wurf erfolgen?

Wir werden keine Zeit verlieren und zügig vorangehen. Ob man dieses riesige Vorhaben wirklich „in einem Wurf“ umsetzen kann …? Wichtig ist, dass wir klare Prioritäten setzen, bis wann, in welchen Bereichen die Transformation Realität geworden sein muss. Ich bin allerdings kein Freund der Idee, einen so wichtigen Veränderungsprozess zu lange hinauszuziehen. Vor allem: Wir haben jetzt den Elan, die Mitarbeiter wollen jetzt die Veränderung.

Nach Abschluss der Migration auf agree21 sind viele Kapazitäten bei der Fiducia & GAD wieder frei für andere Aufgaben.
Alle Fristen zu den Großprojekten wurden 2018 eingehalten.

„Wir müssen uns noch häufiger die Kundenbrille aufsetzen und noch besser verstehen, was unsere Kunden bewegt.“

Welche Folgen wird die Transformation für die Arbeitsweise innerhalb der Fiducia & GAD haben?

Verantwortung von „Ende zu Ende“ bei einem Thema, in einem übergreifenden Team und aus der Sicht des Anwenders als Teil des Teams – das brauchen wir. Bitte keine Gremien, E-Mail-Verteiler oder bürokratischen Prozesse. Wenn Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen in einem Raum sitzen und zusammen an einer Lösung arbeiten, dann erzielen sie die besten Ergebnisse. Auch aus dem Blickwinkel der Kunden übrigens. Da ist eine ganz andere Motivation dahinter, denn jeder ist Teil des Prozesses und erkennt die Relevanz für sich persönlich. Diese Ende-zu-­Ende-Verantwortung ist das Modell der Zukunft für uns. Dass alle sich gemeinschaftlich für erfolgreiche Lösungen in der Pflicht sehen.

Seit dem Zusammenschluss zur Fiducia & GAD sind vier Jahre vergangen. Kommt die Transformation nicht zu spät?

Nein. In den ersten zwei Jahren nach dem Zusammenschluss fehlte die Grundlage, um etwas Vergleichbares wie die Transformation anzupacken. Oberstes Ziel war am Anfang, neben der Startorganisation und Konsolidierung des Unternehmens unser Pflichtprogramm gegenüber den Kunden aufzusetzen, allem voran die Migration auf agree21. Erst dann würden wir mit dem kulturellen, langfristig in die Zukunft gerichteten Wandel beginnen – ab dem dritten Jahr. Das war unsere bewusste Entscheidung, die wir schon im Herbst 2017 getroffen hatten.

Künftig hat jedes Team bei der Fiducia & GAD eine Ende-zu- Ende-Verant­wortung.
„Was wir auf jeden Fall brauchen, ist eine engere Vernetzung.“

Woran muss die Fiducia & GAD noch arbeiten?

Da sehe ich vor allem zwei Dinge: Zum einen muss unsere Kommunikation noch schneller und vor allem verständlicher werden. Das ist für uns ganz klar. Und – was sich hiervon letzten Endes aber auch nicht trennen lässt: Wir müssen uns noch häufiger die Kundenbrille aufsetzen und noch besser verstehen, was unsere Kunden bewegt.

An welchen Beispielen machen Sie das fest?

Man kann sich das gar nicht genug vor Augen führen: Es gibt viele Umwälzungen, mit denen sich die Banken konfrontiert sehen. Nehmen Sie die Migration – das ist eine komplette Umstellung, die bis weit in die Phase der Nachmigration reicht und einiges an Verunsicherung mit sich bringt. Oder Themen wie die Digitalisierung und neue Wettbewerber: Die genossenschaftliche FinanzGruppe muss sich neu orientieren und strategisch für die kommenden Jahre aufstellen. Auch das führt zu Verunsicherung. Wie sieht die Gruppe 2030 aus? Werden uns Player wie Apple und Google gefährlich? Was passiert, wenn die Konjunktur sich weiter abschwächt? Das sind alles Fragen, die viele Institute massiv beschäftigen.

Wie wollen Sie für mehr Nähe zu den Kunden sorgen?

Was wir auf jeden Fall brauchen, ist eine engere Vernetzung. Zum einen, indem wir öfter zu den Kunden rausgehen, zum anderen, indem wir sie auch häufiger in unsere Teams und Projekte einladen, an neuen Lösungen teilhaben und auch konkret mitarbeiten lassen. Wir müssen ein echtes Wir-Gefühl mit unseren Kunden entwickeln, bei dem es keine Berührungsängste gibt.

Das heißt, die Fiducia & GAD fährt auch mal zur Bank raus und hört sich deren Sorgen an?

Genauso ist es. Wenn eine Bank uns meldet, dass sie Probleme und dabei das Gefühl hat, dass ihr niemand richtig hilft, dann müssen wir beweisen, dass wir zuhören können. Natürlich auch persönlich vor Ort. Und das machen wir inzwischen auch. Damit zeigen wir den Kunden, dass wir sie ernst nehmen, und bekommen unmittelbares Feedback, ob wir sie wirklich richtig verstanden haben.

Stand die Fintropolis im Herbst auch für eine neue Form des Zusammenarbeitens mit den Banken?

Die Resonanz seitens der Banker war überwältigend. Die Euphorie war für uns ein Barometer für die großen Chancen, die sich uns bieten, wenn wir künftig diese Nähe zu unseren Kunden weiter pflegen. Dieser Spirit hatte eine ungeheure Kraft und Dynamik, die wir beibehalten müssen. Er hat uns einen Geschmack davon gegeben, wie viele Möglichkeiten wir zusammen haben. Und er hat uns gezeigt, dass die Banken auch weiter eng und gut mit uns zusammenarbeiten wollen.

Was erwarten Sie bis Ende 2019?

Für uns hat dieses Jahr zwei wesentliche Ziele. Erstens: Dinge abschließen. Bis Ende Dezember haben wir die Migration bewältigt, der Windows-10-Rollout ist demnächst umgesetzt und auch der Netz-Rollout. Bei der internen Konsolidierung sind einige wesentliche Projekte in der Endphase und, und, und … Das wird noch einmal sehr anspruchsvoll. Zweitens: den Turnaround einleiten, das Unternehmen auf einer neuen, zukunftsgerichteten Basis aufstellen, durchstarten. Und diesen Turnaround werden wir schaffen, daran habe ich keinen Zweifel.

Der Transfor­mationsprozess wurde bereits Ende 2017 eingeleitet.
Die Fintropolis steht für eine neue Form der Zusammenarbeit mit den Banken.